Mietrechtsreform

Die Mietrechtsreform ist jetzt zum 01. September 2001 in Kraft getreten. Sie bringt in vielen Bereichen Änderungen. Mieter und Vermieter sollen wieder selbst in der Lage sein, ihre wichtigsten Rechte und Pflichten unmittelbar aus dem Gesetz zu entnehmen. Die Reform fasst daher das private Wohnraummietrecht an einer Stelle im Bürgerlichen Gesetzbuch zusammen und ordnet es nach dem typischen Ablauf eines Mietverhältnisses. Insgesamt ist das Mietrecht nun übersichtlicher geworden. Die einzelnen Vorschriften sind kürzer und sprachlich modernisiert.

Doch nicht nur die Form, sondern auch zahlreiche inhaltliche Änderungen werden dafür sorgen, dass das Mietrecht einfacher und gerechter wird, so dass die Chance besteht, die Zahl der Prozesse zwischen Mietern und Vermietern zu verringern.

Die wichtigsten Änderungen finden Sie auf der Homepage des Deutschen Mieterbunds.


Ortsübliche Vergleichsmiete

Dieser Begriff kommt aus dem Miethöhegesetz (MHG). Die ortsübliche Vergleichsmiete spielt eine Rolle bei freifinanzierten und Altbauwohnungen.

Bei einem bestehenden Mietverhältnis kann der Vermieter unter Berücksichtigung der Kappungsgrenze eine ortsübliche Vergleichsmiete fordern.

Zur Begründung kann er Bezug nehmen auf:

  • drei Vergleichsmieten,

  • Sachverständigengutachten,

  • Mietspiegel.

In Uelzen gibt es keine Mietspiegel. Vergleichsmieten können erfragt werden über die Datenbank des Vereins MEA e.V. (Verein zur Ermittlung und Auskunfterteilung über die ortsüblichen Vergleichsmieten e.V.)


Mieterverein Uelzen e.V. • Gudesstr.26 • 29525 Uelzen
Telefon 0581 / 7 37 16